Jörg Thelaner schrieb Folgendes:

  1. Wissen Sie noch, wann Sie zum ersten Mal mit Ihrem Verein im Haus Detmold waren? Gab es einen besonderen Anlass?Aus meiner Sicht war das 1985. Damals sind Jugendbetreuer des BSV und aus Jerxen-Orbke zusammen mit ihren Frauen nach Norderney gefahren. Das galt als kleiner Dank an unserer Frauen und Freundinnen. Das war anfänglich im Mai. Anfang der 90 Jahre habe ich dann eine neue Freizeit im Sommer organisiert. Unsere Kinder sind dann mitgefahren. Bis heute hält z.B. mein Sohn (nun zwanzjährig) wenn auch nur für ein paar Tage, der Insel und dem Haus die Treue. Ich selber habe von 1983 bis 2003 die Kinderfreizeit des KJA Lippe dort betreut und konnte so nach oder vor der Freizeit meinen Urlaub dranhängen.
  2. Was gefällt Ihnen an Norderney allgemein und am Haus Detmold im Besonderen? Die Insel ist nicht zu klein und zu groß. Man kann sich unterhalten lassen, Essen gehen, aber auch die Stille und Ruhe genießen. Die Gäste sind ein Spiegelbild der Gesellschaft. Ganz normale Menschen und viele „Wiederholungstäter“ bereisen die Insel. Das Haus des Kreises Lippe ist ideal für Kinder und Jugendliche. Sportplatz, Turnhalle, Aufenthaltsräume und die Nähe zum eigenen Strand sind ein „echtes Pfund“. Der Kinderlärm ist erwünscht!  Kinder sind heir gut aufgehoben. Durch die Veränderungen in den letzten Jahren gibt es Kleingruppen, Einzelreisende und Mütter oder auch Väter allein mit ihren Kindern. Gerade die bekommen dort ganz schnell Anschluss. „Hier bleibt keiner allein! Wenn er/sie es nicht will!“
  3. Wie sieht ein typischer Tag auf Norderney aus? Gibt es bestimmte Rituale? Da wir zwar unter den Vereinsnamen laufen aber es eine Familienfreizeit (von 8 bis 80 Jahren) ist, (über Jahre sind meine Mutter und meine Schwiegereltern mitgefahren) nehmen wir viele Spiele mit. Abends wird sich auf der Terrasse vorm Gästehaus getroffen und oft wird gegrillt, geknobelt, Karten gespielt. Zurzeit ist das „Leiterspiel“ siehe Foto unser Favorit. Übrigens: Der Fernseher ist meistens aus. Es sei denn Fußball kommt.
  4. Was war Ihr schönstes Erlebnis bei einem Aufenthalt?Seit 30 Jahren bereise ich nun die Insel und wohne auch sehr oft im Haus. Da gibt es sehr viele schöne Erlebnisse, die hier sicherlich den Rahmen sprengen. Nicht umsonst fahren wir immer wieder dorthin. Allerdings erinnere ich mich immer noch sehr gut und sehr gerne daran, wie die Kinder in den Freizeiten vom Kreisjugendamt in der 80er Jahren am Ankunftstag den ersten Kontakt mit Strand und Meer hatten. Viele kannten Meer und Insel gar nicht. Diese Freude und die magische Anziehungskraft der Wellen waren zu groß. Kaum ein Kind hat es damals geschafft mit trockenen Schuhen oder Hose zurück ins Heim zu kommen. Schade das es diese Freizeit für Kinder, die sonst nicht in den Genuss von Urlaub kommen, nicht mehr gibt! Sie ist nicht mit einer Freizeit vom KSB zu vergleichen.